Hamburg, Deutschland, 06. März 2026. Als Generalunternehmer realisierte Körber für Daimler Truck das technologische Herzstück des Global Parts Centers Halberstadt, der neuen Drehscheibe für die weltweite Ersatzteilversorgung. Dank der nahtlosen Integration von Systemen und Automatisierungstechnologien unterschiedlicher Hersteller konnte die Anlage nach weniger als anderthalb Jahren in Betrieb genommen werden.
Als Systemintegrator konnte sich Körber mit einem ganzheitlichen Konzept aus verschiedenen Systemen im Pitch um die Realisierung durchsetzen. „Im Automotive-Bereich ist es gang und gäbe, hochspezialisierte Zulieferer und Gewerke so zu orchestrieren, dass am Ende ein optimales Produkt steht“, so Achim Aberle, Geschäftsführer der Körber Supply Chain Automation GmbH, „dieses Prinzip haben wir versucht, als Generalunternehmer auf die Automatisierung und die angrenzenden, bauseitigen Leistungen zu übertragen. Dabei half auch das große Vertrauen unseres Auftraggebers. In der Realisierungsphase hatten wir ab der Bodenplatte praktisch freie Hand.“
Körber realisierte eine hochautomatisierte Lösung, die einerseits der Komplexität einer weltweiten Teileversorgung und den hohen Anforderungen an Flexibilität und Effizienz Rechnung trägt, andererseits aber schnell umgesetzt werden konnte. Im Zentrum der Lösung stehen ein vollautomatisches Hochregallager und ein Kleinteilelager, in das Körber eine AutoStore-Anlage des Lösungsanbieters Element Logic integrierte. Diese verfügt in der aktuellen Ausbaustufe über 56 Roboter und fast 160.000 Behälterstellplätze; bei Bedarf kann es auf die doppelte Kapazität erweitert werden. Neben ihrer Skalierbarkeit zeichnen sich AutoStore-Systeme durch schnelle Realisierbarkeit aus – in diesem Fall rund sechs Monate. Dies ermöglichte es auch, dass die Behälterkapazitäten bereits deutlich früher als ursprünglich geplant genutzt werden konnten.
Um den Materialfluss vom Kleinteilelager ebenso effektiv zu gestalten, setzt Körber auf modernste Transportrobotik seines Partners Carrybots. 30 AGVs sorgen für die nahtlose, automatisierte Anbindung des AutoStore-Kleinteilelagers an manuelle Packstationen. Bei Bedarf kann der Durchsatz von 300 Boxen pro Stunde problemlos erhöht werden, indem weitere Fahrzeuge zur Flotte hinzugefügt werden. Durch die maximale Flexibilität, Skalierbarkeit und Effizienz tragen Körber und Carrybots somit entscheidend zur Zukunftsfähigkeit der Komplettlösung bei.
Das in Silobauweise errichtete Hochregallager wiederum bietet mehr als 70.000 Stellplätze für Mittel- und Sperrigteile, die über 49 RGV-Fahrzeuge in der Vorzone und 21 Regalbediengeräte in den Gassen vollautomatisch ein- und ausgelagert werden können.
Die Materialflusssteuerung realisierte der Systemintegrator über SAP EWM MFS. Neben den Warehouse-Systemen war Körber auch für die Haustechnik und die gesamte Elektrifizierung im Hochregallager sowie die Gewerke Silo-Regalanlage samt Dach- und Wandverkleidung verantwortlich.



















